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Das Ding mit dem selbst machen….

In letzter Zeit stellt sich mir häufiger die Frage wieso ich mir die ganze Arbeit eigentlich mache?
Ich stecke viel Zeit in alles was ich handwerklich tue.
Nehmen wir mal als Beispiel die Materialien: 80% der Dinge die weiterverarbeitet werden wurden von mir selbst vorbereitet!
Knochen kommen noch mit Resten und Mark bei mir an also: auskochen, reinigen, fräsen, raspeln, bleichen und entfetten.
Diese Prozedur dauert mehr als nur ein paar Minuten, teilweise kostet es mich Stunden.
Hörner sind ebenfalls noch mit festem Knochenzapfen versehen also: auskochen, reinigen, desinfizieren.

Nun denkt man – Okay, wo ist das Problem? Das Material kostet ja dann nichts.
Nehmen wir ein Trinkhorn. Vom auskochen bis zum ersten Schliff geht schon mal einiges an Zeit drauf. Nebenbei auch noch kosten für die Mittelchen für Desinfektion und Reinigung.  Jetzt kommt die grobe Bearbeitung dann Schliff zuletzt Politur. Nun dauert die Bearbeitung eines 0,5 Liter Trinkhorns gut und gerne 2 1/2 Stunden ohne maschinelle Hilfe.
Ein fertiges Trinkhorn mit eben 0,5 l kriegt man bei großen LARP- und Mittelalterhändlern bereits für schlappe 15,00 €. Wozu führt das? Ich kann nicht konkurrieren – gehen wir von einem Stundenlohn von 8,50 € aus, in Deutschland der reine Mindestlohn, müsste ich alleine schon mindestens 17 € verlangen. Nehmen wir nun laufende Kosten, Strom, Material zur Bearbeitung und so weiter bleibt unterm Strich nichts.
Nun ist immer die Frage. Wird Handwerk noch gefragt? Ist die Maschinelle Version eventuell lieber, weil billiger?
Nicht falsch verstehen, dies ist kein Jammern auf hohem Niveau – doch überlegt euch doch das nächste mal ob ehrliches Handwerk, direkter Kontakt und mit Begeisterung hergestelltes nicht manchmal ein paar Euro mehr rechtfertigt.

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