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Die Natur und ihre Gifte – Teil 2 Coprin

Faltentintlinge

 

Der Faltentintling (lat. COPRINUS ATRAMENTARIUS) ist unser Beispiel für das im Pilz vorkommende Gift Coprin.

Die Aufnahme von Coprin alleine löst keine Vergiftung aus – erst in Verbindung mit Alkohol entfaltet es seine Wirkung.
Isst man einen, erhitzten, coprinhaltigen Pilz und nimmt hierbei Alkohol zu sich kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen.
Durch das erhitzen vom Coprin zerfällt es zu einer biologisch aktiven Substanz die den Abbau des Alkohols im Organismus des Konsumenten hemmt, dies führt zum Coprinus Syndrom.

 

Der Stoff Acetaldehyd, die meisten kennen ihn denn er verursacht den bekannten „Kater“, wird hierbei nicht mehr verstoffwechselt und führt zu Kopfschmerzen, Schwitzen, Schwindel bis hin zum Kollaps.




Sollte man einen Coprin enthaltenden Pilz verzehren wollen, so sollte man die Aufnahme von Alkohol vor und nach dem Genuss dringendst vermeiden. Das Gift verbleibt in seltenen Fällen mehrere Tage meist aber 24 Stunden im Körper!
Hinweis zum Konsum von Alkohol:
Geringe Mengen von Alkohol bilden sich auch beim Verzehren von Obst oder anderen gärigen Lebensmitteln durch die Verstoffwechselung im Körper. Wie hoch die genaue Alkoholkonzentration hierdurch ist, lässt sich nicht exakt sagen.
Da die meisten Coprin haltigen Pilze keinen besonderen Speisewert haben, kann man auch sehr einfach das Essen dieser lassen. Möchte man dennoch den Genuss der Pilze erfahren so sollte man 48 Stunden davor und auch danach komplett auf den Konsum von Alkohol verzichten!

Der Schopftintling (Coprinus comatus) stand lange Zeit im Verdacht ebenfalls beim Verzehr in Verbindung mit Alkohol das Coprinus Syndrom auszulösen. Nach weiterer Untersuchung stellte man aber fest, dass der Schopftintling wenn überhaupt minimalste Spuren bis gar kein Coprin enthält und somit Symptome im Zusammenhang mit Alkohol nicht auftreten dürften.

Bildrechte: Yvonne Stumpf

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