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Steckbrief:Echtes Mädesüß

 



 

 

 

 

 

 

Lateinischer Name: „Filipendula ulmaria“

Andere Namen: Federbusch, Wiesenkönigkin, Rüsterstaude

 

Pflanzengattung: Filipendula
Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosacea)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Beschreibung:

 

  • Generelle Erscheinung:
    • Gesamthöhe: bis 200 cm
    • Langer, kantiger Stängel
    • Stängel rötlich / holzig

    Mädesüß Blüten

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Blüte
    • weiße bis cremefarbene Blüten
    • mehrere Blüten in Rispen
    • je Blüte 5 Kelchblätter
    • auffallender Geruch nach Honig – trocknend Bittermandel / Acetylsäure
  • Blätter:
    • gestielt
    • 5 bis 15 Fach gefiedert
    • gesägt
    • Nebenblätter kleiner

Blätter des Mädesüß

 

 

 

 

 





Fundorte:

Feuchtwiesen, an Teich-, See- und Flussufern und in Sümpfen. Eigentlich überall, wo der Boden über lange Perioden nass ist.

Sammelzeit:

  • Blüten: je nach Witterung Juni-August.
  • Blätter: März – Juni vor der Blüte.
  • Wurzeln: Frühling oder Herbst, da die Pflanze hier die Wirkstoffe in der Wurzel birgt.

 

Inhaltsstoffe:

 

  • Ätherische Öle z.B. Salycilate (Salycilsäure)
  • Tannine (Gerbstoffe)
  • Flavonglykoside
  • andere Glykoside wie z.B. Kaempferolglykosid

 
Achtung Allergene!


Mädesüß enthält Salecylaldehyd – eine Vorstufe der bekannten Acetylsalecylsäure, die synthetisiert als Hauptwirkstoff vieler Schmerzmittel Verwendung findet (Aspirin, ASS usw.) So sind Personen, die unter einer Überempfindlichkeit oder Allergie gegen Acetylsalecylsäure haltige Produkte leiden, gefährdet ebenfalls auf Mädesüß haltige Tees, Tinkturen oder ähnliches zu reagieren.
Bei solchen Personen raten wir von der Verwendung von Mädesüß dringend ab!


Eigenschaften:

  • schmerzlindernd
  • harntreibend
  • fiebersenkend
  • entzündungshemmend
  • schweißtreibend

 

Anwendung:

  • Harnwegsbeschwerden
  • Erkältung
  • Entzündungen.
  • Magen / Darm Beschwerden (in Maßen)
  • Fieber

Überdosierung:
Durch enthaltene Glykoside kann Mädesüß bei übermäßigem Genuss oder anderweitiger Überdosierung zu Magenbeschwerden und Kopfschmerzen führen. Deswegen ist Mädesüß nicht als „alltags Teekraut“ zu verwenden.
Wie bereits beschrieben, können ebenfalls Unverträglichkeiten auf Salecylaldehyd auftreten und zu allergischen Reaktionen führen.




Trivia:

  • Name:
    Mädesüß, angeblich stammt dieser klingende Name von der Verwendung, als die Gärprozesse bei Wein und Met noch nicht so kontrollierbar waren wie heute. So hat man die Blüte des Mädesüß im Mittelalter verwendet, um diesen alkoholischen Getränken mehr Aroma zu geben. Diese Vermutung ist aber bis heute nicht belegt. Näher kommt da die Vermutung des süßlichen Geruchs, den es bei der „Mahd“, also dem Mähen, abgab.
  • Mädesüß und seine Wandlung:
    Der Intensiv süßliche Geruch der Blüten, der an Honig erinnert, verliert sich beim trocknen gänzlich. Die wirksamen Salycilate verstärken sich beim Trocknungsprozess, so kommt es, dass sobald die Blütendolde zu trocknen beginnt, sich der süßliche Geruch in teilweise intensiv nach Acetylsalecylsäure und Bittermandel wandelt. Einige erinnert es aber auch an Zahnarztpraxen oder Krankenhaus. Auch wenn man Pflanzenteile in den Händen zerreibt, ist der intensive Geruch wahrnehmbar.
  • Mädesüß und die Imker
    In der Imkerei wurden früher neue Bienenstöcke mit frischen Mädesüß Blüten ausgelegt oder eingerieben, um den Bienen das einziehen zu erleichtern. Generell ist Mädesüß bei Bienen und auch Schmetterlingen beliebt und wird in den Sommermonaten gerne angeflogen.
  • Mädesüß und die Kelten
    Bei den keltischen Druiden soll Mädesüß als heiliges und wichtiges Ritualkraut verwendet worden sein.

Rezepturen:
Hinweis: Wir geben bewusst keine Mengenangaben an, da diese von Person zu Person natürlich variieren können und wir somit leider keine genauen Angaben machen können. Generell sollte man die eigene Verträglichkeit immer erst in geringen Dosen testen. 

Mädesüß Blüten und Blätter als Teekraut

Mädesüß ist kein Kraut für die normale Tee Mischung, die man gerne mal zwischendurch genießt. Es sollte nur gezielt eingesetzt werden, wenn man eine der Beschwerden hat, die Mädesüß lindern zu vermag.
Für den Tee nutzt man die getrockneten Blüten, junge Blätter oder eine Mischung aus beidem. Aus eigener Erfahrung ist eine Ziezeit von 7-8 Minuten in Ordnung. Persönlich bevorzuge ich ihn mit Honig – andere trinken ihn lieber ungesüßt. Man muss Mädesüß nicht pur anwenden, denn die besten Erfahrungen haben wir mit einer „Erkältungstee Mischung“ aus Mädesüß, Brombeerblätter, Kamille, Huflattich und etwas Pfefferminz gemacht.

Erfahrungen hierzu: 
Bei Erkältung gehört die Erkältungstee Mischung bei uns mittlerweile zu einem guten Mittel um Fieber und Schmerzen zu lindern. Zu viel Mädesüß Anteil sollte man aber vermeiden, da die Wirkung dann ins Gegenteil umschlagen und es zu Kopfschmerzen führen kann.

Mädesüß als Küchenkraut
Aufgrund seines süß-herben Geschmacks wird Mädesüß gerne, aber eher selten, als Küchenkraut genommen. Man kann die frischen Blüten in Milch oder Sahne legen, getrocknetes Kraut sollte man vermeiden, da es schmeckt wie es riecht – nach Acetylsäure. Ebenfalls kann man die Blüte in Wasser geben und dieses dann in der Sonne ziehen lassen.

 

Erfahrung hierzu:

Versuch mit Sahne: Wir haben die Blüten über Nacht in Sahne ziehen lassen, um danach eine Creme daraus zu fertigen. Scheinbar waren die Blüten hierfür schon zu sehr angetrocknet und das ganze schmeckte enorm nach Acetylsäure. Wer es versuchen möchte, dem sei dringend zu raten, hier ebenfalls nur ganz frische Blüten zu verwenden.

Versuch mit Wasser: Wasser bindet Geschmack bei weitem nicht so gut wie Fett – so hat man nach längerer Ziehzeit in der Sonne (ca. 4 Stunden) eine angenehme und feine Note des Mädesüß im Wasser. Recht angenehm an heißen Sommertagen.

Mädesüß als Tinktur:
Man kann Mädesüß ebenfalls als Tinktur ansetzen um sie gegen Muskel und Gliederschmerzen, Prellungen oder stumpfe Verletzungen einzusetzen.
Hierzu nimmt man getrocknete Blüten und legt sie für mindestens 4 Wochen in Alkohol ein ( z.B. Korn ab 40% alc.), danach siebt man die Tinktur ab und füllt sie in eine vorzugsweise dunkle Flasche oder Glas um die Wirkstoffe vor Sonneneinstrahlung zu schützen. Bei Bedarf die betroffenen Stellen damit einreiben.

 

Erfahrung hierzu: 
Mittlerweile ist die Tinktur aus Blüten bei uns das Hausmittel der Wahl bei alt bekanntem Muskelkater, Verspannungen oder anderen Weh-Wehchen.

Selbe Tinktur ist ebenfalls mit Wurzeln möglich wurde aber persönlich noch nicht getestet!

Noch zu testen:

  • Mädesüß als Zugabe zum Räuchern
  • Verarbeitung der Wurzeln
  • Verarbeitung der Blätter als Gemüse.

Der Steckbrief ist weiterhin in Arbeit und wird, wenn neue Dinge getestet werden, erweitert!

Wichtig! Bitte Beachten!

Wir ersetzen keinen Arzt!




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